Rezension zu „Was uns erinnern lässt“

„Was uns erinnern lässt“ ist ein nettes Buch, das mich leider nicht berührt hat.

Kati Naumann hat hier zwar einen Roman vorgelegt, der thematisch „mal an der Reihe“ war. Aber ob ihr das gelungen ist?

Ich hatte auf mehr Einsichten in die Lebensweise in der DDR gehofft. Dominierend waren hier aber eher die privaten Geschichten einer durch die Umstände gebeutelten Familie.

Ihr Schreibstil ist flüssig, sie weiß, wie sie den Leser bei Laune halten kann – das würde ich mal als solides Handwerk einordnen.

Die Geschichte ist anfänglich sehr spannend, lässt dann etwas nach und wirkt alles in allem ziemlich bemüht und konstruiert.

Es gibt zwei Erzählebenen.

Zum einen die Gegenwart, in der die Protagonistin versucht, mehr über die Familie Dressel und das Hotel Waldeshöh herauszufinden versucht. 

Zum anderen erfährt der Leser parallel die Geschichte der Familie Dressel, welche sich über mehrere Jahrzehnte und Generationen bis ins Jahr 1977 hinschleppt.