Rezension zu Verratenes Land von Greg Iles

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nie wieder Romane zu lesen, die 600 Seiten oder länger sind, gemäß Goethes Ausspruch: “Getretener Quark wird breit nicht stark“ und prompt bekomme ich Greg Iles 830 Seiten starke Schwarte „Verratenes Land“ zur Rezension zugesandt. 
Marshall McEwans Auseinandersetzungen mit dem „Bienville Poker Club“, seine Affäre mit der Frau eines der Mitglieder des Klubs und andere mitunter recht zäh ausgebreitete Themen winden sich durch die Lektüre. 
Was hat es mit dem Tod von Buck Ferris, Archäologe und Ziehvater von Marshall, auf sich, der unter ungeklärten Umständen zu Tode kommt, dessen Tod offensichtlich vom ominösen Klub vertuscht werden soll? 
Wer will verhindern, dass Ausgrabungen auf dem Baugelände für einen chinesischen Konzern betrieben werden? Derlei Fragen werden zwar ganz unterhaltsam geklärt – aber eine Straffung wäre mir nur recht gewesen. 
Kann man lesen – muss man aber nicht.