Rezension zu „Nach Mattias“

Wie der Titel vermuten lässt, handelt es sich um eine Geschichte des Verlassenwerdens. Diesmal ist es ein abrupter und unwiderruflicher Abgang. Mattias, der eben noch ein neues Fahrrad bestellt hatte, wird auf seinem alten Rad umgebügelt, aber so gründlich, dass das Neue nie zum Einsatz kommen wird. Das wäre schon die Geschichte, also ganz grob zusammengefasst. In Peter Zantings Roman tut sich doch noch einiges mehr. Aber auch nicht so viel. Es hat gereicht, bei entsprechend großer Schrift, leicht erhöhtem Zeilenabstand und einem etwas breiteren Rand als gewöhnlich hat der Verlag es auf satte 230 Seiten gepumpt.

Schauen wir mal, ob dieses etwas irritierende Posing – nennt man das in diesem Fall nicht Papierverschwendung? – auch auf den Roman selbst zutrifft.

Genug gelesen – da müht sich ein Autor so gar nicht mit einer differenzierten Charakterisierung seiner Figuren ab. Bei dem Thema, Verlust eines geliebten Menschen, hätte ich definitiv mehr Tiefgang erwartet.

Die Sprache ist und bleibt hakelig und hinterlässt einen unausgereiften Eindruck. 

Alles in allem kein echtes Lesevergnügen.