Rezension zu Leïla Slimanis Roman: All das zu verlieren

Eine junge Frau heiratet und bekommt einen Sohn. Ihr Mann ist Arzt und langweilig. Sie selber hat ein schwerwiegendes psychisches Problem und trinkt viel zu viel. Soweit zum Inhalt.
Die Zerrissenheit einer Frau lese ich – aha. OK, so sieht das aus.
Gut, das Frau Simani recht ansprechend schreiben kann, auch wenn sie hier nicht soviel wert darauf zu legen scheint.
Jedenfalls empfinde ich den Stil der Autorin ganz und gar nicht als dynamisch, wie das der Verlag behauptet. Für mich wirkt er eher steif – wie die Erzählung eines Lebens unter Trance oder mit Hilfe etlicher bunter Tabletten heruntergeleiert.
Inhaltlich ist jedes Detail dermaßen klischeebehaftet, dass mir zwischenzeitlich ein bisschen schummrig wird. Ganz kurz bevor ich dann doch einschlafe.
Die Autorin ist eine französisch-marokkanische Schriftstellerin und Journalistin und es sei ihr noch viel Glück gewünscht.