Rezension zu „All die unbewohnten Zimmer“ von Friedrich Ani

Leider kann ich mit dem Krimi von Herrn Ani nichts anfangen.
Mag sein, dass man die ersten Romane um den Ermittler Tabor Süden gelesen haben muss, um Zusammenhänge zu verstehen. Mir ist das nicht gelungen. Schon nach wenigenSeiten musste ich permanent zurückblättern, um nachvollziehen zu können, was eigentlich gemeint ist. Der Stil ist aufgesetzt, die Bilder verquer. Mein Endruck war gleich, da hat jemand einen Verlagsvertrag, den er erfüllen muss – ohne viel Spaß am Schreiben.
In der Schreibgruppe der VHS, in der ich bin, würde er harsche Kritik ernten. „Glasige Augen, mühsame Versuche, dämlicher Aufsteller, ungewöhnliches Outfit.“ Und so geht es weiter in einer Tour. Show, don`t tell wäre meine Forderung. Warum hat er glasige Augen? Was ist mühsam? Warum sind die Aufsteller dämlich? Warum ist das Outfit ungewöhnlich? Das liest sich alles dermaßen lieblos hingeklatscht ohne jede Sinnlichkeit. Nur Klischees werden bedient und die Handlung ist abstrus – die Zusammenhänge an den Haaren herbeigezogen.
Daumen runter sage ich mal.

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