Netter Titel – und das wars

Der elfte Thriller der erfolgreichen Reihe von Val McDermid, von der ich leider die ersten 10 Teile nicht gelesen habe, fängt enorm spannend an.
Das wird sich aber ändern, zu langatmig sind die Schilderungen, zu viele Schauplätze, zu verwirrend für jemanden, der sich der Welt der bisherigen Romane nicht auskennt.
Mag sein, dass es an der Übersetzung liegt, aber vieles kam mir arg holprig vor. Und das sollte einem Profi wie Val McDermid nicht passieren.
Der Fall selbst wirkt fast wie eine Belanglosigkeit. Der Mörder agiert als nachrangige Nebenfigur und weder seine Gefühle, noch seine tatsächlichen Motive werden deutlich.
Einen klassischen Thriller habe ich erwartet, aber ich wurde enttäuscht.
Die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Zitate aus einem Buch „Verbrechen lesen“ von Dr. Tony Hill wirken hanebüchen oder platt – wenigstens gab es da ab und zu etwas zu lachen.
Zitat: „…; es ist schwer, sich von etwas abzuwenden, worin man gut ist.“
Da fragt man sich schon, was für eine Art Doktortitel der gute Tony erworben hat und an welcher Uni, um solche Lebensweisheiten abzusondern.
Die Geschichte selbst ist einigermaßen reißerisch, aber da kommt bei mir nicht viel an.