Direkt zu den Inhalten springen

Gestaltung der Karten Ideen

Zu Beginn müssen die grundlegenden W-Fragen beantwortet werden:

1. Wer?
2. Was?
3. Wann?
4. Wo?
5. Wieso? Weshalb? Warum? (Wer nicht fragt, bleibt dumm)
6. Womit?
7. Wie?
8. Mit Wem?
9. Wozu?


Für die Charaktere muss man auch einen Entwicklungsplot anlegen, der allerdings umschreibbar sein muss.

Vom Bösewicht zum Helden – vom Einzelgänger, der nur auf sich selbst bezogen lebt und arbeitet zu einem kommunikationsfähigen Menschen, der anderen Menschen viel gibt.

Tippkarte Aufgabenkarte

Tippkarte: Geben dem Spieler entweder Tipps zur Handlungsgestaltung oder Charaktergestaltung


Aufgabenkarte: Gibt dem Spieler eine konkrete Aufgabenstellung zur Ausarbeitung der Charaktere oder der Handlung oder der szenischen Konstruktion.

Z. B. konkrete Aufgabe: Beschreiben sie ihre Figur äußerlich. Achten Sie dabei auf die Zusammenhänge zum Charakter (Glaubwürdigkeit; wird der äußerlich penibel korrekt gekleidete „Beamtentyp“ wie ein „spontaner Held“ agieren?
Klischees durchaus beachten und damit spielen – Stichwort: Wandlung der Figuren )
 
Man wird beim „freien Spiel“ zuerst grundlegende Karten ziehen müssen:
Plotkarte zuerst ? Ja – wahrscheinlich, dann Charakterkarten.

Also zuerst zieht man die Masterkarte, die den Plot grob umreißt,
dann zieht man dazu die Protagonistenkarte und weiter Charakterkarten.
Also muss ich erstmal einen Satz Plotkarten anlegen, Thema der Plotkarte und Umfang der Geschichte bestimmen die Anzahl der weiteren Figuren, z.B. bei dem Plot „Liebe“ ergeben sich mindestens zwei Charakterkarten (interessant wäre der Fall der ausschließlichen Selbstliebe) und weiter Karten, für Charaktere, die im weiteren Verlauf eine Rolle spielen, die Handlung mittragen und für Spannung sorgen.
Wie entscheidet sich das Geschlecht des Protagonisten ? Per Kartenauswahl !?
Männchen oder Weibchen?
Ist es sinnvoll, eine Unterplotkarte zu ziehen, also eine Nebenhandlung, die für Verknüpfungen und zusätzliche Spannung sorgt?

Wie viele Charakterkarten sollte man ziehen?
Je mehr Plotkarten man zieht, desto komplexer wird natürlich auch die Geschichte.
Lässt sich die Anzahl je nach Plotkarte festlegen? Ist das sinnvoll?

Hauptthema

1.  »Ist das, worum es in meinem Roman geht, auch wichtig genug, zumindest für meine Hauptperson?«
2.  »Habe ich ein oder zwei Charaktere geschaffen, die auf irgendeine Weise aus der Masse herausragen, ja sogar Ausnahmeerscheinungen darstellen?« »Kann ich eine Person (besser noch: zwei oder mehr) erfinden und entwickeln, mit der sich der Leser emotional identifizieren kann?«
3.  »Kann der Kern meines Romans in einer einfachen, aber starken dramatischen Frage wiedergegeben werden?«
4.  »Hat mein Plot eine anspruchsvolle Konzeption?« Nimmt er seinen Ausgang in einer extremen oder sogar leicht abwegigen, aber hochdramatischen Situation? Verläuft die Handlung in unerwarteten Wendungen, die zu immer neuen, ausgeprägten Konflikten fuhren?
5.  »Stelle ich meine Figuren in eine Umgebung, die in irgendeiner Weise ungewöhnlich oder aufregend ist, so daß der Leser den Eindruck gewinnt, er beträte eine ihm weitgehend unbekannte, neue Welt?«
Stellen Sie alle nur möglichen Fragen !
Was wäre wenn ? oder
1. Wer ?
2. Was ?
3. Wann ?
4. Wo ?
5. Wieso ? Weshalb ? Warum ? (wer nicht fragt bleibt dumm)
6. Womit ?
7. Wie ?
8. Mit Wem ?
9. Wozu ?
Präparation
Bücher analysieren:
Szene für Szene analysieren
Wie gestaltet man das Schreiben möglichst effektiv ?
Betrachten sie sich und ihre Mitmenschen wie faszinierende Fallstudien, über die sie noch kein Urteil gefällt haben ! Seien sie von vornherein präzise und nicht reflektierend – stellen sie szenisch dar !
Symbolisch sprechende Details, Vorgänge und Szenen finden !
Ausphantasieren und Dramatisieren !
Einfälle, Skizzen, Beobachtungen, Dialoge, Erinnerungen, Entwürfe
Alles notieren und ins reine schreiben – Einfälle in einen elektronischen Zettelkasten eintragen – Zettelkasten von Daniel Lüdecke ( zettelkasten.danielluedecke.de)
1. Regelmässigkeit
2. Intensität
3. Unterbrechung, Fluß
4. Arbeitszeit
5. Länge
6. Ort
Inkubation
Illumination
Inspiration
Verifikation
1 Charakterkarten
Was ist die Absicht bzw. das Ziel Ihrer wichtigsten Charaktere?
In welchen Erlebnissen liegt der Grund für ihr Verhalten?
Welche Motive treiben sie?
Wie sehen die Pläne aus, mit denen sie ihr Ziel erreichen wollen?
Geht es um existentielle Fragen und grundlegende, umwälzende Gefühle?
Was steht dem Plan des Protagonisten und der Erreichung seines Ziels im Weg?
Sind Leid und Schmerz der Hauptfiguren wirklich tiefgreifend?
Lassen sie sich nachvollziehen?
Ist der Sog der Gefühle auch für den Leser stark genug?
Gibt es genügend Szenen und Elemente, die spontan unser emotionales Interesse erregen?
Vergessen Sie nicht, daß der Protagonist sich wandeln sollte. Worin liegt der Kern dieses Wandels?
1.1 Partnerkarte
Der Partner ist entweder ein Buddie (männlich oder weiblich), also ein freundlicher Begleiter oder eine weibliche oder männliche Figur, die zuerst begleitend auftritt und dann zum Liebespartner wird oder von vornherein Liebesobjekt ist.
Gruppen: siehe Ausgestaltungskarten; Gruppen zu denen der Protagonist gehört oder ist er ein Einzelgänger ? Feindliche Gruppen.
1.1.1 Typkarten
1.2 Antagonistenkarte
1.2.1 Typkarten
1.3 Protagonistenkarte
Wird der Protagonist >ankommen< oder >zurückkehren<?

1.3.1 Typkarten
2 Plotkarte
2.1 Masterkarte Ort
Ort der Handlung ?
Also meinetwegen Bielefeld oder Berlin oder von Anfang an mehrere Orte
2.2 Narrativer Haken
Lassen Sie Ihre Geschichte an einem point of attack beginnen: einem Ereignis (einer Niederlage oder Erkenntnis), das die Normalität und damit die alte Ordnung zerstört und die Personen zum Handeln zwingt.
2.2.1 Exposition
1. Plotpoint
2.3 Konflikt
Worin liegt der Hauptkonflikt? Ist er mehr innerlich, seelisch oder >äußerlich<, physisch faßbar, ein Kampf zwischen zwei oder mehreren Personen?
Ist eine der Krise Ausgangspunkt und Motor der Entwicklung?
Wie entwickelt, steigert und löst sich der Konflikt?
Sind die Parteien oder Seiten des Konflikts etwa gleich stark?
Hat jede Seite des Konflikts Gründe, die zwingend sind, in sich logisch, nachvollziehbar und gültig und die einen vorschnellen Kompromiß verhindern?
Die Konfliktparteien sollten unversöhnlich, die Auseinandersetzungen unausweichlich erscheinen.
Haben Sie den Konflikt auf die Spitze getrieben?
Was kann im Verlauf der Handlung alles schiefgehen?
Finden Sie bei aller inneren Logik der Entwicklung noch überraschende Wendungen?
Geben Sie Ihrer Geschichte eine besondere Pointe.
2.3.1 Zielerreichung
Gelingt es, die jeweiligen vielfältigen Ziele zu erreichen?
Dabei werden einige Handlungsstränge parallel montiert
Die Spannung, die sich aus der offenen Frage der Zielerreichung ergibt, ist immer auch verstärkend verbunden mit Kampfszenen, Rivalitäten und gezielt eingesetzten Informationsdefiziten.
Gefahr, Bedrohung
Worin besteht sie? Wen trifft sie? Kann sie gemeistert werden?
Die Gefahrensituationen sind umfassend, spannen sich also über weite Strecken der Handlung, reihen sich ebenfalls als einzelne Szenen
Sensationeller Normbruch
Auf diese Weise entstehen immer wieder neue Wendungen, Überraschungen, Rätselfragen, action- Szenen, dazu informative Passagen, eine ideale Mischung, um das Leseinteresse, die innere Beteiligung und Erregung und die Neugier abwechslungsreich auf hohem Niveau zu halten.
Suspense
1.  Was ist das für eine Person?
2.  Was ist das für ein Gegenstand?
3.  Was geschieht eigentlich, ist geschehen, wird geschehen?
4. Warum ist etwas geschehen, geschieht etwas, tut eine Person etwas?
Cliffhanger
Der Cliffhanger ist einer der wirkungsvollsten Spannungselemente überhaupt. Er ist, wie bereits betont, unverzichtbar für eine informationsverzögerte Handlungsgestaltung und daher typisch für den Thriller.
Spannungselemente Ziel und Verlauf
Spannungselemente Überraschende Wendung
Informationsdefizit und Vorausdeutung
Spannungselemente Vorausdeutung und beunruhigende Vorahnung
Schnitzeljagd
Verzögerung und Fragmentierung
Ein weiteres Häuptmittel der Spannungserzeugung besteht in der Zerlegung der Geheimnis-Aufklärung in einzelne Handlungsbzw. Lösungsschritte. Eine Sequenz wird selten vollständig und abgeschlossen erzählt, sondern in Fragmente zerlegt.
Wechselspiel von Codierung / Decodierung und umfaßt numerische Folgen, Anagramme, Rätselverse, Symbolzeichen, Buchstabencodes, künstlerische Verschlüsselungen und doppelsinnige Aussagen.
Das Spiel mit der Perspektive
Aufgrund der streng perspektivischen Erzählhaltung sehen und bewerten wir das Geschehen jeweils durch die Augen der beteiligten Figuren: Dadurch fehlt der distanzierte Überblick einer lenkenden Erzählermajestät, die alles weiß, die Figuren, aber auch uns Leser schön an die Hand nimmt und sicher durch die Geschichte fuhrt. Mit ihrer Hilfe kann man sich zwar nicht verlaufen, der Weg wird jedoch leicht langweilig.
Hinzu kommt, daß wir Leser zwar darüber informiert sind, was alle Figuren uns wissen lassen (wir haben vor dem einzelnen einen Informationsbank), wir erfahren es jedoch im zeitlichen Verlauf und auch nur, soweit und wie sie es uns verraten. Von daher unterliegen wir zugleich einem Informationsdefizit.
Eine solche Technik, Informationslücken herzustellen, wird durch streng perspektivisches Erzählen ermöglicht. Von einem auktorialen Erzähler würden wir eine klare und verständliche Sprache erwarten und womöglich einen Hinweis auf Lügen und Täuschungen der Figuren.
Auch der angesprochene Informationsvorsprung des Lesers kann Spannung erzeugen und die innere Beteiligung erhöhen
Falsche Fährten
Ein weiteres Spannungselement liegt darin, falsche Fährten zu legen und den Leser in die Irre zu fuhren.
Emotionalisierte Erwartung
Eine weitere Strategie, im Leser eine Erwartungsspannung zu erzeugen, besteht in der Nennung einer emotionalen Wirkung, ohne ihre Ursache anzugeben bzw. zu schildern. Dabei handelt es sich natürlich nicht um Allerweltsgefuhle, die man mit einem Schulterzucken abhaken könnte, sondern um Gefühle höchster Alarmstufe
Zu vergleichen ist diese Umdrehung von Ursache und Wirkung mit zwei Techniken, die wir aus dem Film kennen. Die erste Technik besteht darin, harmlose Bilder zu zeigen und eine düsterdrohende oder erregt hohe Musik einzuspielen, die direkt auf unseren Gefuhlshaushalt wirkt. Wir spüren eine Bedrohung, ohne zu wissen, worin sie besteht. Die zweite Technik wird, wie auch die erste, besonders gern in Horrorfilmen verwandt: Wir blicken in vor sprachlosem Entsetzen aufgerissene Augen, hören womöglich einen panischen Angstschrei, sehen aber nicht den Auslöser von Entsetzen und Angst. Diese indirekte Spiegelung des Grauens ist meist wirksamer als die direkte Darstellung des Angstauslösers, die abstoßend wirken kann, zudem womöglich die bedrohliche Situation entschärft. Wenn ein Gegner sichtbar ist, kann man seine Bedrohung einschätzen, sich wehren oder fliehen; zeigt er sich jedoch nicht, wird eine diffuse Angst erzeugt, und man bleibt orientierungslos.
Einschränkend ist zu sagen, daß diese Technik im Film besser funktioniert als im Medium der Sprache. Dies liegt zum einen daran, daß Begriffe wie »Entsetzen«, »Panik« und auf das Objekt bezogene Attribute wie »grauenvoll«, »entsetzlich« derart abgegriffen sind, daß sie ihre Grauen erzeugende Wirkung kaum noch einlösen. Hinzu kommt, daß das Objekt des Horrors im Medium der Sprache einen Großteil seines Horrors verliert. Die Sprache bildet bekanntlich nicht direkt ab, sondern verlangt die Konkretisierung durch Vorstellung und Phantasie; auf diese Weise schafft sie eine Distanz, welche die emotionale Reaktion abmildert. Der Ausdruck »ein entstelltes Gesicht« wirkt sicher weniger abstoßend oder erschreckend als die Abbildung der Entstellungen. Diese Aussage gilt auch, wenn die sprachliche Beschreibung konkreter und damit eindringlicher ist.
2.4 Thema

ERROR: Content Element with uid "797" and type "gridelements_pi1" has no rendering definition!